Frühlingsgrün und bunte Früchtchen für den trüben Herbst

SDC14401So langsam wird es trüb und kalt im Lande. Passend dazu habe ich mir endlich meinen lang ersehnten Hoody genäht. Wie Ihr vielleicht schon festgestellt habt, mag ich es gerne bunt. Ganz besonders, wenn es draußen grau und diesig wird. Deshalb musste auch mein Hoody farbenfroh werden.

Den Jersey mit den Früchten mag ich wirklich sehr. Ich habe ihn ja bereits in blau für meine Tochter verarbeitet. Irgendwann lief er mir auf dem Stoffmarkt noch in grau über den Weg. In grau wirkt er etwas gedeckter. Für meine Kinder ist das etwas zu blass, fand ich. Dafür war er aber genau das Richtige für mich. 😉 Ich habe mir einen Pamuk-Kuschelsweat in einem kräftigen Frühlingsgrün dazu gekauft (ich liebe dieses Grün!). Der Grundschnitt ist der Freestylehoody „Nelly“ von Pattydoo. Ich habe die Version ohne Teilungen genommen und mir die Teilungen selber eingefügt, wie ich sie gerne wollte. Ich hatte wieder die Schwierigkeit, dass ich 2 verschiedene Stoffarten zusammen verarbeiten wollte, Jersey und Sweat. Ich habe den Jersey wieder verstärkt indem ich ihn gedoppelt habe und vor dem Nähen mit Sprühzeitkleber zusammengeklebt habe. Das ist nicht besonders elegant gelöst, aber es funktioniert. 😉 Habt Ihr dafür noch eine andere Lösung?SDC14368Um noch einen Kontrast einzubringen, habe ich die gestreiften Paspel eingenäht. An den Ösen und den Kordelenden habe ich erstmals SnapPap (veganes, waschbares Leder) vernäht. Das ist wirklich eine tolle Sache. Es lässt sich gut verarbeiten und gibt einen schönen Effekt. Mit den Ösen habe ich mich etwas schwer getan. Ich glaub ich habe sie sogar verkehrt herum rein gemacht, aber das ist nicht so schlimm. 😉 Beim nächsten Mal klappt es besser. Da sie in den dünnen Jersey sollten, habe ich die Stellen vorher auf der linken Stoffseite mit Decovil light verstärkt. Das gibt einen guten Halt.SDC14358Beim Zusammennähen der Seitennähte ist mir an den dicken Stellen (da, wo die Paspel aufeinander treffen) der Stoff etwas verrutscht. Diese Stellen werde ich beim nächsten Mal vorher mit der Nähmaschine heften.SDC14403SDC14409Trotz der kleinen Missgeschicke bin ich sehr zufrieden mit meinem Werk. Der Hoody ist wunderbar kuschelig. Ich bin damit für den trüben Herbst bestens gerüstet, sowohl gegen kaltes Wetter als auch gegen die nahende Winterdepression. 😉

Jetzt noch ab damit zu RUMS!

Liebe Grüße, Lydia.

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Die Monster sind los…

Ich bin zwar in den letzten 2 Wochen viel weniger zum nähen gekommen, als ich mir vorgenommen habe, dennoch ist heute ein Teil der „Herbst-/Winterkollektion“ für meine Mäuse fertig geworden. Das war dringend nötig, denn bei meinem Sohn habe ich in letzter Zeit einen Pulli nach dem anderen aussortiert (manche Lieblingspullis musste ich heimlich aussortieren, aber es wurde von der „Hauspolizei“ trotzdem bemerkt), weil sie doch an allen Ecken und Enden zu kurz geworden sind. Bei meiner Tochter sieht das ganze ähnlich aus, wobei ehemalige Kleidchen immernoch gut als Tunika durchgehen. 😉

Im Frühjahr hatte ich auf dem Stoffmarkt tolle Monsterstoffe gekauft, die nun darauf warteten verarbeitet zu werden.

 

Meine Tochter ist zur Zeit nur mit Kleidchen zu beglücken und so hat sie aus dem schönen Sogenfresserstoff ein Kapuzenkleidchen á la Schnabelina bekommen. 20171024_112744Den Rollsaum habe ich diesmal mit Mehrfarbenbauschgarn genäht. Ich finde, dass das gut zum Stoff passt. Mit Bauschgarn wird der Rollsaum etwas dichter. Das gefällt mir immer sehr. Es wird nur in den Obergreifer der Overlockmaschine eingefädelt. Für Nadelfaden und den Untergreifer nimmt man normales Overlockgarn.

Natürlich gefiel dem Brüderchen der Stoff so gut, dass er unbedingt auch einen Pulli daraus haben wollte.

 

Hier waren Patchworkkünste gefragt. 😉 Das Schnittmuster habe ich aus der Ottobre Kids 4/2017. Die Teilungsnähte an den Ärmeln habe ich selber eingebaut. Die Nähte sind mit Covernähten verziert.20171102_161905 Mittlerweile habe ich gelernt, dass man dafür die Nähte vorher nicht mit der Overlocknähmaschine, sondern mit dem Elastikstich der normalen Nähmaschine nähen sollte. Die Covernaht wird sonst durch die dicke Overlocknaht nicht so schön und gleichmäßig. Die Nahtzugaben schön breit bügeln, dann hat die Coverlock überall die gleiche Stoffdicke und die Covernaht wird schön.20171018_120255Diesen niedlichen Monsterstoff habe ich als Reststück auf dem Stoffmarkt gekauft. Das Schnittmuster ist ebenfalls aus der Ottobre Kids 4/2017. Der schwarze Saum ist eine Eigenkreation. Eigentlich wollte ich es mir leicht machen und einen „faulen“ Saum nähen, einfach ein Stück schwarz unten dran, umschlagen, festnähen…… soviel zur Theorie. Irgendwie hat mich das dann doch überfordert, denn es gestaltete sich schwieriger als ich mir das so überlegt hatte und so hab ich dann einfach diesen Saum drangebastelt. Aber so ein schwarzer Abschluss unten musste schon sein.

Jetzt kommt noch ein bisschen Bilderflut, denn ich habe noch ein paar Tragefotos für Euch.

 

20171025_072516Der kleine Sorgenfresser im Sorgenfresserkleid. 😉 Die Leggings sind nach dem Schnittmuster aus der Ottobre Kids 1/2015 genäht.

 

Zum Glück ist der Große beim fotografieren etwas geduldiger als der kleine Wildfang. 😉

 

Das Schnittmuster für die Hose war aus der Ottobre Kids 4/2014.

So, das war jetzt ganz schön viel auf einmal. Die Kinder sind glücklich mit ihren Monstern und schlafen jetzt. Ich wünsche Euch auch noch einen schönen Abend und freue mich natürlich wie immer über Kommentare und Anregungen.

Liebe Grüße,

Lydia.

Verlinkt bei Kiddikram.

La Ola- Amy

Nun habe ich Euch bei meinem Winterkleid Ronja schon gezeigt, wie ich die Reste von meinem geliebten La Ola-Jersey von Stoff und Liebe verarbeitet habe, aber ich hab Euch noch nicht gezeigt, was ich eigentlich aus dem Stoff genäht habe. Ich mag zur Zeit Shirts mit Raglanärmeln sehr und so habe ich das Raglanshirt „Amy“ von Pattydoo genäht. Das Schnittmuster bekommt Ihr kostenlos, wenn Ihr euch bei Pattydoo für den Newsletter anmeldet.

Das Shirt ist hinten etwas länger als vorn und insgesamt recht weit geschnitten. Ich habe mir lange Ärmelbündchen und einen breiten Saumbund drangenäht. Ich finde das Türkis der Ärmel gibt einen schönen Kontrast zu dem sehr dynamisch wirkenden La Ola-Jersey. Der Stoff war ein „Lustkauf“. Ich hatte ihn eigentlich für meine Kinder gekauft, aber er gefiel mir dann so, dass ich etwas für mich daraus genäht habe. 😉

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20171025_110614Raglanärmel beginnen nicht wie normale Ärmel an der Schulter, sondern schon am Halsausschnitt. Sie sind dadurch sehr bequem zu tragen. Mein Mann möchte nur noch Shirts mit dieser Ärmelvariante tragen.

Ich finde Raglanshirts auch für Nähanfänger gut geeignet, weil man am Ärmel eben auch nur gerade Nähte hat. Die Armkugel normaler Shirts braucht da schon ein kleines bisschen Übung, damit nichts verrutscht.

Das Shirt ist ingesamt auch recht schnell genäht. Ich trage es sehr gerne und musste es sogar ein zweites Mal nähen, weil sich eine Bekannte sofort in das Shirt verliebt hat.  🙂 Wie gefällt es Euch?

Jetzt noch ab damit zu RUMS!

Wasserfallshirt – Streifen gehen immer

An diesen wunderschönen goldenen Oktobertagen habe ich mich dazu hinreißen lassen ein Wasserfallshirt aus Viskosejersey für mich zu nähen. Dabei ist der luftige und kühle Viskosejersey ja eher etwas für den Frühling oder den Sommer. Aber ich liebe Shirts mit Wasserfallausschnitt so sehr und wollte mir so etwas schon lange mal selber nähen. Baumwolljersey eignet sich leider dafür nicht, weil er nicht so schön fällt. Als Schnittmuster habe ich die „Scarlett“ von Pattydoo mit 3/4-Ärmeln genommen.

Um das Ganze noch etwas abzusetzen, habe ich mir noch einfarbige Jerseybündchen drangebastelt. Ich konnte mir lange nicht vorstellen, wie so ein Wasserfallausschnitt genäht wird, aber Ina erklärt das in ihrem Nähviedeo wirklich sehr gut. Das gute Stück war relativ schnell genäht. Der Viskosejersey ist nur etwas „eigen“ und verrutscht gerne unter der Maschine. Beim Zuschneiden von Streifenstoff muss man immer sehr aufpassen, dass die Streifen bei Vorder- und Rückenteil gleich und gerade sind. Ich lege mir immer das erste, schon zugeschnittene Teil daneben, bevor ich das zweite Teil zuschneide und richte das Schnittmuster so aus, dass sie unten mit dem gleichen Streifen enden. Das Ärmelschnittmuster lege ich ebenfalls so auf den Stoff, dass die untere Kante genau mit einem Streifen abschließt. Wenn man dann beim Zusammenstecken auch genau Streifen auf Steifen steckt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Falls der Stoff zu sehr macht was er will, dann kann man ihn vor dem Zusammennähen mit der Hand oder Maschine mit großen Stichen heften.

Vielleicht habt ihr ja jetzt auch Lust bekommen Euch ein Streifenshirt zu nähen. Ich trage meins jedenfalls sehr gerne und veilleicht habe ich noch ein bisschen Gelegenheit dazu, wenn das Wetter noch so golden bleibt. 😉

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Puppenausstattung

Letztes Jahr stand ich in der Vorweihnachtszeit vor der großen Frage, was ich meiner Tochter auf den Gabentisch lege. Mit was macht Mama einer fast 2-jährigen kleinen Frau eine Freude, ohne dass sie den nächstbesten Spielzeugladen rennen muss und irgendetwas zu kaufen, was dann eh nach kurzer Zeit in einer der vielen Rumpelecken verschwindet und nicht wieder angeschaut wird?

Ich beschloss, meine alten Babypuppen vom Dachboden zu holen. Sie hatten natürlich noch die DDR-Strampler an, die ich schon als Baby getragen hatte, nebst einem handgestrickten Pullover aus dieser Zeit. Das war alles nicht nur verstaubt, sondern auch nicht mehr ganz zeitgemäß. (Obwohl ich es aus Nostalgiegründen trotzdem aufgehoben habe. 🙂 )  Also suchte ich im Internet nach Schnittmustern für Puppensachen und wurde auch fündig. Genug Stoffreste sind bei immer vorhanden, also konnte es gleich losgehen.20161124_210144Das Schnittmuster für den Puppenbody habe ich bei Schnabelina gefunden. Ich habe mich total gefreut, dass er so schön geworden ist, denn er war ganz schön frimmelig zu nähen.

20161126_134332Das Schnittmuster für die Hose habe ich bei Hummelhonig gefunden. Die war ganz fix gemacht und trotz dass alles so winzig ist, lies es sich gut nähen. 20161126_134557So sah die Puppe dann angezogen aus.20171018_140923

Sie hat dann auch noch einen Schlafsack und eine Weste erhalten. Das Schnittmuster vom Schlafsack war von Pattydoo, die Weste war eine Eigenkreation. Die Puppenwiege ist noch von meiner Mama. Das Bettzeug hatte mir meine Mama seinerzeit für die Puppen genäht, als ich klein war. Es ist also aus jeder Generation was dabei. 🙂 Meine Oma hat der Puppe noch kleine Söckchen gestrickt. 🙂

20161126_220437Damit war letztes Jahr der Weihnachtsgabentisch gut ausgestattet.

Nun gibt es da noch eine zweite, etwas großere Puppe. Die trägt jetzt die kleinen, selbstgenähten und inzwischen abgelegten Kleidchen meiner Tochter. Doch sie hatte bisher nur abgelegte, gekaufte Hosen an.  Da musste auch noch was Eigenes her.

Nun hatte ich das Glück, dass ich für meine Bloggerkollegin Andrea vom schoenesachen.blog ein Schnittmuster für eine Strampelhose testen durfte. So kam auch die zweite Puppe noch zu einer neuen Hose.

Die Hose hat Taschen und auf den Knien, und auf dem Po Herzchenapplikationen. Ganz niedlich. Die Puppenmama hat bei der Gelegenheit auch gleich noch eine neue Schlafanzughose nach diesem Schnitt bekommen (Allerdings ohne Taschen und Applikationen).

Bei Gelegenheit werde ich der großen Puppe auch noch einen  Body nähen. Der, den sie an hat, ist nämlich auch nur ein gekaufter. 😉

Winterkleid Ronja

Ich habe endlich die Zeit gefunden mal wieder etwas für mich zu nähen. Diesmal hatte es mir das Schnittmuster für das Sweatkleid „Ronja“ von Pattydoo angetan. Ich habe lange mein Stoffregal rauf und runter überlegt welchen Stoff ich dafür nehme, aber zum Glück war letzte Woche Stoffmarkt. Da fand ich einen wunderschönen Alpenfleece. Zuhause fielen mir dazu noch Reste von meinem geliebten „La Ola“-Stoff von Stoff und Liebe in die Hände, der farblich dazu passt. Heraus kam dieses schöne warme Winterkleid.20171012_160907Bei den seitlichen Einsätzen habe ich den LaOla-Jersey mit einem dünnen Sommersweat verstärkt. Ich hatte die Befürchtung, dass es sonst zu labberig wird. An den Raglanärmelnähten habe ich Paspel angebracht. Ich fand die geben einen schönen Kontrast. Die Taschen sind eine Eigenkreation. Laut Schnittmuster waren Leistentaschen vorgesehen, aber ich liebe diese runden Taschen so. Die Covernähte sind eine schöne Zierde.

Der V-Ausschnitt an der Kapuze lies sich leichter nähen als ich gedacht hätte. Der Stoff ist wunderbar warm und kuschelig. Für mich kann jetzt die kalte Jahreszeit kommen. 😉

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Softshellkurzmantel

Ich habe mir letztes Jahr im Herbst einen Softshellkurzmantel genäht, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Es war mein erstes Werk aus diesem beliebten Material. Ich wollte einen Mantel für die Übergangszeit, der nicht zu warm ist aber den Wind gut abhällt (und der kann ja in dieser Jahreszeit ganz schön rau sein).20161024_212740

Das Schnittmuster hatte ich aus der Ottobre Woman 2/2015. Softshell ist eigentlich nicht schwer zu verarbeiten und dennoch war ich vor dem Zuschneiden sehr aufgeregt. Es war ja auch mein erster selbstgenähter Mantel.

Der Vorteil an dem Material ist, dass man die Kanten nicht versäubern muss . Eine Overlockmaschine ist hierfür überflüssig. Es reicht, wenn man die Nähte breit bügelt und nochmal schmalkantig absteppt, denn der Stoff franzt nicht aus. Das sieht außerdem noch sehr hübsch aus, finde ich. Durch die kuschelige Innenseite braucht man auch keinen Futterstoff.  Lediglich an der Kapuze habe ich einen schmalen Beleg aus Webware genäht in dem auch eine Gummikordel zum festziehen versteckt ist. Den Reißverschluss habe ich mit dem gleichen Stoff innen versäubert.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meinem ersten Mantelprojekt. Der Stoff lässt sich wunderbar waschen. Das finde ich auch immer sehr wichtig, denn gerade mit kleinen Kindern kommt da schnell mal ein Fleck dran. Nur wenn die Temperatur draußen unter 10 Grad Celsius fällt ist er dann doch etwas zu „frisch“. Da ist dann etwas Wärmeres gefragt.

Endlich einen HipBag

Bestimmt schon seit einem Jahr liegt bei mir das Schnittmuster von Schnabelinas HipBag auf dem Nähtisch, fein säuberlich in dem Schnittmusterhefter abgeheftet. Ich wollte mir sowas schon immer mal nähen, weil ich gerne die wichtigsten Sachen (Handy, Schlüssel etc.) mit mir rumschleppe. Manchmal sind die Hosentaschen einfach zu klein für all das, oder ich habe gar ein Kleid an, was keine Taschen hat. Leider hat mich bisher immer irgendwas daran gehindert anzufangen. Das Schwierigste ist für mich dabei immer die richtige Stoffwahl. Es sollte robust sein, aber auch ein schöner gemusterter Stoff. Es soll dennoch zu möglichst vielen Sachen passen.

Das Eis gebrochen hat dann die Tatsache, dass ich den ersten HipBag nicht für mich, sondern für unser Patenkind zum Geburtstag genäht habe. Die Stoffauswahl für andere fällt mir oft leichter (obwohl ich auch hier eine ganze Weile überlegt habe).20170808_160002Damit er lange Freude daran hat, habe ich nicht die Kinderversion, sondern die normale Version genäht. Das Gurtband kann ja in der Länge noch verstellt werden, obwohl ich denke, dass ich es trotzdem viel zu lang gemacht habe. Naja, abschneiden geht immer. 😉 Das Nähen hat unheimlich viel Spaß gemacht und das Ergebnis ist schön geworden, finde ich. Deshalb musste ich mich danach gleich an den nächsten HipBag setzen. Bei der Stoffauswahl hätte ich mir hier beinah wieder selbst im Weg gestanden, aber es fand sich dann eine schöne Stoffkombi aus einer beigen alten Stretchjeans und dem grünen gemusterten Stoff, den ich schon für mein Portemonnaie vernäht hatte. Dazu noch rotes Paspelband….Perfekt!20170811_143524Bei den vielen dicken Stofflagen habe ich zum Schluss ganz schön geschwitzt. Da streikt meine Nähmaschine gerne mal. Für mich habe ich die große Version des HipBag genäht, da ich ja wie schon gesagt gerne viel mit mir rumtrage.20170811_143557In die Tasche habe ich dann auch noch ein bisschen Innenausstattung eingearbeitet. Eine zusätzliche Reißverschlusstasche und 2 Kartensteckfächer.

Ich denke, das werden nicht die einzigen beiden HipBags bleiben, die ich genäht habe. Es reizt mich auch mal noch die anderen vorderen Taschenversionen auszuprobieren.

Für die Reise

Wir sind nie besonders viel und besonders weit gereist. Das gilt nicht nur für mich, sondern auch für meine Eltern. Im Sommer an die Ostsee, im Winter zum Skifahren anfangs nach Tschechien und später nach Österreich. Größere Reisen waren eher die Ausnahme. Ich habe mit der Schulklasse mal London und Rom besucht. Das waren große Highlights für mich. Mit meiner Oma war ich mal in Florenz. Herrlich. Zu mehr hat es bei mir noch nicht gereicht. 😉 Ist aber auch nicht so schlimm. Ich bin was das angeht eher ein Stubenhocker. Meine Mama ist seit ihrem Vorruhestand abenteuerlustig geworden. Sie hat sich schon auf Schiffsreise begeben und dieses Jahr will sie sogar nach Indien reisen. Ich glaub sie war selber etwas über ihren Mut erschrocken.

Ich dachte mir, so eine Reise verdient ein besonderes Accessoire. Da kam mir das Reiseetui von Pattydoo gerade recht. Nun bin ich eigentlich immer ein Freund von guten Anleitungen. Die haben den Vorteil, dass man seinen Kopf nicht selber übermäßig beanspruchen muss. Außerdem kann man, sollte etwas schief gehen, immer den Verfasser der Anleitung verfluchen und muss sich nicht selbst eingestehen, dass man dämlich war. 😉 😉 😉 Diesmal entschied ich mich aber in einem Anflug von Heldenmut, den sicheren Hafen der Anleitung zu verlassen. Ich sah mich mehr oder weniger gezwungen dazu. Denn das Reiseetui war für die Werkstoffe SnapPap und Korkstoff vorgesehen, die man mit „offenen Kanten“ vernähen kann. Ich wollte aber gerne die herkömmliche Baumwollwebware vernähen, denn ich hatte so ein tolles Reststück „Landkartenstoff“ von einer lieben Freundin geschenkt bekommen. Das stellte mein Gehirn natürlich vor eine große Herausforderung. 😉 Ich musste jedes Teil dieses Etuis beim zuschneiden neu überdenken. Die Teile mussten teilweise gedoppelt und innen mit Vlies zur Stabilisierung versehen werden (ich habe H250 genommen).20170804_130209

20170804_130121Links gibt es ein Ticketfach und ein Reißverschlussfach für das Kleingeld. Rechts befinden sich 4 Kartenfächer und nochmal ein großes Fach für den Reisepass und ähnliches. Für die Vorderansicht habe ich genau das Stück Stoff mit Indien gewählt. 🙂 Da ich das Ganze ja nun nicht mit offenen Kanten vernähen konnte, habe ich es außen mit einem Schrägband eingefasst.

Damit müsste Mama jetzt bestens gerüstet sein für Indien. 🙂

Mit viel Bastelarbeit…

 

Wie ich schon angedeutet habe, habe ich mich gleich an das nächste Schnittmuster gesetzt und einfach mal munter drauf los konstruiert. Angeregt und sehr geholfen hat mir dabei der Beitrag von Andrea vom schönesachen.blog. Sie hat das echt super erklärt. Das ganze konstruieren ist eine schöne Bastelarbeit. Zeichnen, schnippeln, kleben und mit Augenmaß an den Feinheiten noch ein bisschen rummalen. 😉 Das hat Spaß gemacht. Als ich dachte, dass es so passen könnte, habe ich mir ein Reststück Stoff geschnappt und einfach mal zugeschnitten und drauf los genäht.

20170802_143726Um einen farblichen Akzent zu setzen, habe ich das grüne Rüschengummiband außen aufgenäht. Leider hat es sich hinten nicht so sehr zusammengezogen wie vorne, weil ich die Stichlänge vom Zickzackstich zu eng gewählt habe. Das merke ich mir fürs nächste Mal. 😉 Die Flügelärmel waren ursprünglich nicht geplant. Das war so eine Blitzidee, die mir in den Kopf geschossen ist. Die habe ich da auch mehr oder weniger „frei nach Nase“ drangebastelt. Die Saumabschlüsse habe ich dann noch mit einem Rollsaum versehen. Ich fand, dass der am besten zu dem Stoff passt.

Ich muss sagen, für das erste „Probestück“ bin ich alles in allem ganz zufrieden. 🙂

Ich habe versucht 2 „Tragefotos“ zu schießen. Zum einen muss ich gestehen, dass ich kein besonders guter Fotograf bin. Zum zweiten ist es aber auch verdammt schwer diesen kleinen Quirl zu fotografieren. Dabei hab ich sie schon auf dem Tisch „festgesetzt“ und versucht sie mit meinem Maßband zu beschäftigen (oder besser besänftigen?!). Ich gebe zu, es ist noch etwas Luft. Ich habe die Größe 92 gewählt. Immerhin ist der Sommer möglicherweise bald vorbei und es soll auch nächstes Jahr noch passen. 😉 Sie wollte es am liebsten gleich anbehalten und hat es auch schon in den Kindergarten „ausgeführt“.