Allgemein

Endlich einen HipBag

Bestimmt schon seit einem Jahr liegt bei mir das Schnittmuster von Schnabelinas HipBag auf dem Nähtisch, fein säuberlich in dem Schnittmusterhefter abgeheftet. Ich wollte mir sowas schon immer mal nähen, weil ich gerne die wichtigsten Sachen (Handy, Schlüssel etc.) mit mir rumschleppe. Manchmal sind die Hosentaschen einfach zu klein für all das, oder ich habe gar ein Kleid an, was keine Taschen hat. Leider hat mich bisher immer irgendwas daran gehindert anzufangen. Das Schwierigste ist für mich dabei immer die richtige Stoffwahl. Es sollte robust sein, aber auch ein schöner gemusterter Stoff. Es soll dennoch zu möglichst vielen Sachen passen.

Das Eis gebrochen hat dann die Tatsache, dass ich den ersten HipBag nicht für mich, sondern für unser Patenkind zum Geburtstag genäht habe. Die Stoffauswahl für andere fällt mir oft leichter (obwohl ich auch hier eine ganze Weile überlegt habe).20170808_160002Damit er lange Freude daran hat, habe ich nicht die Kinderversion, sondern die normale Version genäht. Das Gurtband kann ja in der Länge noch verstellt werden, obwohl ich denke, dass ich es trotzdem viel zu lang gemacht habe. Naja, abschneiden geht immer. 😉 Das Nähen hat unheimlich viel Spaß gemacht und das Ergebnis ist schön geworden, finde ich. Deshalb musste ich mich danach gleich an den nächsten HipBag setzen. Bei der Stoffauswahl hätte ich mir hier beinah wieder selbst im Weg gestanden, aber es fand sich dann eine schöne Stoffkombi aus einer beigen alten Stretchjeans und dem grünen gemusterten Stoff, den ich schon für mein Portemonnaie vernäht hatte. Dazu noch rotes Paspelband….Perfekt!20170811_143524Bei den vielen dicken Stofflagen habe ich zum Schluss ganz schön geschwitzt. Da streikt meine Nähmaschine gerne mal. Für mich habe ich die große Version des HipBag genäht, da ich ja wie schon gesagt gerne viel mit mir rumtrage.20170811_143557In die Tasche habe ich dann auch noch ein bisschen Innenausstattung eingearbeitet. Eine zusätzliche Reißverschlusstasche und 2 Kartensteckfächer.

Ich denke, das werden nicht die einzigen beiden HipBags bleiben, die ich genäht habe. Es reizt mich auch mal noch die anderen vorderen Taschenversionen auszuprobieren.

Advertisements
Allgemein

Für die Reise

Wir sind nie besonders viel und besonders weit gereist. Das gilt nicht nur für mich, sondern auch für meine Eltern. Im Sommer an die Ostsee, im Winter zum Skifahren anfangs nach Tschechien und später nach Österreich. Größere Reisen waren eher die Ausnahme. Ich habe mit der Schulklasse mal London und Rom besucht. Das waren große Highlights für mich. Mit meiner Oma war ich mal in Florenz. Herrlich. Zu mehr hat es bei mir noch nicht gereicht. 😉 Ist aber auch nicht so schlimm. Ich bin was das angeht eher ein Stubenhocker. Meine Mama ist seit ihrem Vorruhestand abenteuerlustig geworden. Sie hat sich schon auf Schiffsreise begeben und dieses Jahr will sie sogar nach Indien reisen. Ich glaub sie war selber etwas über ihren Mut erschrocken.

Ich dachte mir, so eine Reise verdient ein besonderes Accessoire. Da kam mir das Reiseetui von Pattydoo gerade recht. Nun bin ich eigentlich immer ein Freund von guten Anleitungen. Die haben den Vorteil, dass man seinen Kopf nicht selber übermäßig beanspruchen muss. Außerdem kann man, sollte etwas schief gehen, immer den Verfasser der Anleitung verfluchen und muss sich nicht selbst eingestehen, dass man dämlich war. 😉 😉 😉 Diesmal entschied ich mich aber in einem Anflug von Heldenmut, den sicheren Hafen der Anleitung zu verlassen. Ich sah mich mehr oder weniger gezwungen dazu. Denn das Reiseetui war für die Werkstoffe SnapPap und Korkstoff vorgesehen, die man mit „offenen Kanten“ vernähen kann. Ich wollte aber gerne die herkömmliche Baumwollwebware vernähen, denn ich hatte so ein tolles Reststück „Landkartenstoff“ von einer lieben Freundin geschenkt bekommen. Das stellte mein Gehirn natürlich vor eine große Herausforderung. 😉 Ich musste jedes Teil dieses Etuis beim zuschneiden neu überdenken. Die Teile mussten teilweise gedoppelt und innen mit Vlies zur Stabilisierung versehen werden (ich habe H250 genommen).20170804_130209

20170804_130121Links gibt es ein Ticketfach und ein Reißverschlussfach für das Kleingeld. Rechts befinden sich 4 Kartenfächer und nochmal ein großes Fach für den Reisepass und ähnliches. Für die Vorderansicht habe ich genau das Stück Stoff mit Indien gewählt. 🙂 Da ich das Ganze ja nun nicht mit offenen Kanten vernähen konnte, habe ich es außen mit einem Schrägband eingefasst.

Damit müsste Mama jetzt bestens gerüstet sein für Indien. 🙂

Zwergensachen

Mit viel Bastelarbeit…

 

Wie ich schon angedeutet habe, habe ich mich gleich an das nächste Schnittmuster gesetzt und einfach mal munter drauf los konstruiert. Angeregt und sehr geholfen hat mir dabei der Beitrag von Andrea vom schönesachen.blog. Sie hat das echt super erklärt. Das ganze konstruieren ist eine schöne Bastelarbeit. Zeichnen, schnippeln, kleben und mit Augenmaß an den Feinheiten noch ein bisschen rummalen. 😉 Das hat Spaß gemacht. Als ich dachte, dass es so passen könnte, habe ich mir ein Reststück Stoff geschnappt und einfach mal zugeschnitten und drauf los genäht.

20170802_143726Um einen farblichen Akzent zu setzen, habe ich das grüne Rüschengummiband außen aufgenäht. Leider hat es sich hinten nicht so sehr zusammengezogen wie vorne, weil ich die Stichlänge vom Zickzackstich zu eng gewählt habe. Das merke ich mir fürs nächste Mal. 😉 Die Flügelärmel waren ursprünglich nicht geplant. Das war so eine Blitzidee, die mir in den Kopf geschossen ist. Die habe ich da auch mehr oder weniger „frei nach Nase“ drangebastelt. Die Saumabschlüsse habe ich dann noch mit einem Rollsaum versehen. Ich fand, dass der am besten zu dem Stoff passt.

Ich muss sagen, für das erste „Probestück“ bin ich alles in allem ganz zufrieden. 🙂

Ich habe versucht 2 „Tragefotos“ zu schießen. Zum einen muss ich gestehen, dass ich kein besonders guter Fotograf bin. Zum zweiten ist es aber auch verdammt schwer diesen kleinen Quirl zu fotografieren. Dabei hab ich sie schon auf dem Tisch „festgesetzt“ und versucht sie mit meinem Maßband zu beschäftigen (oder besser besänftigen?!). Ich gebe zu, es ist noch etwas Luft. Ich habe die Größe 92 gewählt. Immerhin ist der Sommer möglicherweise bald vorbei und es soll auch nächstes Jahr noch passen. 😉 Sie wollte es am liebsten gleich anbehalten und hat es auch schon in den Kindergarten „ausgeführt“.