Zwergensachen

Schnabelinas Softshelljacken Sew-Along

Die Vorfreude bei mir war riesig. Die Materialien waren schon alle bereit gelegt und warteten nur darauf, dass es endlich los geht, das große Sew-Along zu Schnabelinas neuem Kinder-Softshelljackenschnitt. Das Schnittmuster samt Anleitung findet ihr kostenlos auf Schnabelinas Blog.

1.Tag: Noch schnell frische Tinte in den Drucker gelegt und dann war das Schnittmuster auch schon ausgedruckt. Für Größe 98 waren es nur 15 Seiten. Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. 😉 Dann saß ich mit Schnittmuster, Schere und Kleber auf dem Fußboden vor dem Fernseher (damit mein Mann nicht so allein war, denn auch die Sozialkontakte müssen ja gepflegt werden! 😉 ). Mein Mann fragte nach einer Weile nur, wie viele Tonnen Papier ich auf diese Weise wärend meiner Nähzeit schon verbraucht habe….. Ich weiß es wirklich nicht, aber ein bisschen was wird da schon zusammen kommen.😅 Zugeschnitten war alles noch am selben Abend. Allerdings bekam ich kurz einen Schreck, als ich die Tabelle mit den Saumzugaben sah. Die hatte ich nicht extra mit zugeschnitten. Später stellte sich aber heraus, dass diese wirklich schon im Schnitt enthalten waren und die Tabelle nur zur Kontrolle und zum abmessen für die Position der Taschen da ist.😅 Puh, Glück gehabt. So ganz schlimm wäre es wahrscheinlich gar nicht gewesen, da ich mich eh für die lange Version der Jacke entschieden hatte. Im Zweifelsfall wäre es eine halblange Version geworden.😉

2.Tag: Die Vorderteile mit den kleinen Reißverschlusstaschen waren an der Reihe. Statt dem beschriebenen Jackenstoff hatte ich eine Art Futterstoff als Futter für die Taschen genommen und diesen an der der Kante, wo der Reißverschluss angenäht wird auf der linken Stoffseite mit einem Streifen Vlieseline verstärkt. Das eignet sich glaube ich ganz gut. Ich wollte für die paar Kleinteile nicht extra Stoff kaufen, sondern habe das genommen was das Stoffregal her gab. Der Stoff passte farblich auch so gut. 🙂 Ein bisschen geschwitzt habe ich bei den kleinen Reißverschlusstaschen schon. Warum eigentlich? Ich habe schon ein paar solcher Reißverschlusstaschen genäht und Schnabelina hat das ganze echt wieder toll beschrieben. Aber manchmal komme ich beim annähen der Reißverschlüsse eben doch schief. Alles nicht schlimm und ich habe es auch gut korrigiert gekriegt. Ich musste über mich selber lachen, als ich sah, dass ich die Reißverschlüsse unten schon zugenäht hatte und vergessen hatte die Zipper einzufädeln. 😉 Ich war wohl etwas zu übereifrig, weil es gerade so gut lief. Da musste der Nahttrenner wieder her. Aber ich habe die Taschen zu einem guten Ende geführt. Die Seitenteile noch drangenäht, alles noch fein abgesteppt, 2. Etappe fertig. In die tollen Steppnähte bin ich schon ein bisschen verliebt. 😉20180412_123055

3.Tag: Das Zusammensetzen der Jacke, d.h. Passe annähen, Rückenteil annähen und Ärmel annähen verlief gut und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Auch der kleine Gürtel hinten machte keine Probleme. Ich hatte ein bisschen Sorge, dass ich das Gummiband nicht in die richte Länge gerafft und festgenäht kriege, aber mein Augenmaß hat mich diesmal nicht im Stich gelassen. Die Jacke soll ja dadurch eine gute Taillierung erhalten, aber das Rückenteil soll sich nicht komplett verziehen. Da war ich wirklich ein bisschen stolz. 😉 Lediglich beim absteppen der Seitennähte habe ich 2mal die Tasche mit erwischt. Naja, da war es auch schon abends spät. Da sollte man eh nicht mehr nähen. 😉20180413_21054120180413_210625

4.Tag: Der erste Teil vom Kragen ging super anzunähen. Auch mit dem elastischen Falzband hatte ich zu dem Zeitpunkt noch keine Probleme. Ich habe es bei dieser JAcke erstmals verarbeitet. 🙂 Der Reißverschlussuntertritt war auch mein Erstlingswerk dieser Art. Schöne Sache, muss man mal gemacht haben. Natürlich hat Schnabelina auch wieder alles super beschrieben. Reißverschluss annähen gehört nicht zu meinen Kernkompetenzen. Ich bin immer froh wenn ich das halbwegs passabel hinkriege. Bei der Jacke lief das ganz gut. Lediglich am Kragen musste ich die eine Reißverschlusshälfte 3mal auftrennen bevor beide Seiten endlich auf einer Höhe waren.20180416_120651 Wesentlich spannender war das Annähen des elastischen Falzbandes am Reißverschluss. Es soll der Jacke später innen ein sauberes aussehen geben, indem es die Nahtzugaben am Reißverschluss verblendet. An diesem Tag wurde es erstmal nur jeweils einseitig angenäht. Das ging noch, obwohl das Zeug unter der Maschine ganz schön macht was es will. Für mich war da schon abzusehen, dass das endgültige Festnähen der Verblendung ein Graus werden würde. Aber dieses Etappenziel konnte sich sehen lassen.20180416_120632

5.Tag: Das war für mich wohl der schwärzeste Tag in diesen Sew-Along. Hab ich Euch schon erzählt wie wichtig es ist, ordentliche Stifte in verschiedenen Farben zum anzeichnen zu haben?! Gut, dann kommt das jetzt. Ich hatte erst Markierstifte für Stoff in 3 Farben (Weiß, Blau und Rot) geschenkt bekommen, aber ich habe das dumme Gefühl die markieren auf keinem meiner Stoffe so richtig. Überall wo ich sie bisher ausprobiert habe, haben sie mich weitestgehend im Stich gelassen. So auch beim Softshell. Ich hatte mir mal noch 2 Stifte gekauft (in Schwarz und Grün, ähnlich wie Fineliner), wo die Markierung beim bügeln wieder verschwindet, aber auch die sah man auf dem Stoff (vorallem auf der Vliesseite) so gut wie nicht. 😦 Nun sollte ich mir die Position der Snaps am Kragen anzeichnen, in gleichmäßigem Abstand. Das Ganze barg 2 Probleme, erstens die fehlende Markierhilfe und zweitens die Tatsache, dass Rechnen und mathematisches Denken auch in diesem Leben wirklich noch nie zu meinen Kernkompetenzen zählte. Aber nach langem hin und her überlegen und einfach mal loslegen, das wird dann schon….. klappte es tatsächlich. Die Snaps waren halbwegs gleichem Abstand plaziert.20180417_143734 Ich bin auch kein Risiko eingegangen und habe Rosis Hinweis, kleine Softshellvierecke unter die Snaps als Verstärkung zu legen dankend beherzigt. Beim ferig nähen des Kragens hat meine Maschine an den dicken Stellen ganz schön gespuckt. Ständig alarmierte sie „Stoff zu dick“ oder „Hauptmotor überlastet“. Auch am Kragen innen war so eine mit elastischem Falzband ordentlich versäuberte Kante, die allerdings nach dem endgültigen Annähen nicht mehr ganz so ordentlich aussah. 😦20180417_143816 Von den dicken Stellen reden wir schon gar nicht mehr. Die Verblendung der Reißverschlussnahtzugaben verlief, wie ich es befürchtet hatte. In meinen Augen sieht es schlampig aus, obwohl ich mir die größte Mühe gegeben habe. Zu allem Ärger hatte ich der einen Reißverschlusssteppnaht auch noch den Ärmel mit gefasst. Jaja, der Teufel schei…. eben immer auf den größten Haufen. Mit dem Saum war es ein ähnliches Elend, aber da sieht es nicht ganz so schlampig aus.20180417_143844 Die innenliegenden Bündchen anzunähen ist schon ein Kunststück. Also wer da eine gerade Naht hinbekommt….Respekt. Bei mir ist es keine gerade Naht geworden. 😦 Aber was solls…..Übung macht den Meister! 😉 Ich habe auf alle Fälle viel dazugelernt und wenn man nicht so genau hinschaut, fallen meine Unsauberkeiten auch nicht so auf. Dafür haben die Reißverschlusszipper jetzt noch eine Zierde bekommen. Die lenkt hoffentlich auch etwas ab. Die hatte ich mir mal für meinen Softshellmantel auf dem Stoffmarkt gekauft, aber da waren die Löcher an den Zippern leider zu klein dafür. Egal, hier passen sie. 🙂20180417_14371020180417_143801

6.Tag: Das Ende war nicht nur in Sicht, sondern zum greifen nah! Eigentlich war die Jacke an sich schon tragefertig. Es fehlte nur noch die Kapuze. Die war nicht ganz so schwierig. Nur beim nähen der vorderen oberen kleinen Kante vom Beleg war ich ganz froh über Rosis Video. Das hat den Knoten im Kopf gelöst. Meiner Maschine habe ich zunehmend an gemerkt, dass sie es satt hat…. mit dem Stoff, mit der Jacke und mit mir. 😉 Sie hat beim Absteppen ständig Stiche ausgelassen. Das hat sie am Anfang nicht gemacht. Vielleicht ist jetzt, nach den vielen dicken Stellen, auch einfach die Nadel im Eimer. 20180420_10474620180420_104756Aber kratzt zwar ein bisschen an meiner Perfektionistenehre, aber mein Hexlein wird das sicher nicht stören.

Jetzt ist sie FERTIG!!! So richtig vollständig! Es hat mir trotz der kleinen Pannen und Widrigkeiten eine große Freude gemacht am Sew-Along teilzunehmen. Nach jeder Etappe habe ich dem neuen Kapitel entgegengefiebert. Ich gehe mit großem Erfahrungsgewinn aus diesem Sew-Along heraus. Hier nochmal die fertige Jacke…20180420_10470220180420_104910(Bitte entschuldigt die teilweise schlechte Bildqualität.)

Und noch ein paar Tragebilder….20180423_081228

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Verlinkt bei Creadienstag, Handmade on Tuesday, Kiddi Kram.

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Zwei Kleidchen zum 3. Geburtstag

Für mein kleines Hexlein stand diesen Monat der 3. Geburtstag an. Meine Kinder haben um ihren Geburtstag rum immer einen mächtigen Wachstumsschub. Deshalb nähe ich für sie schon nur noch eine 98. Ich war lange auf der Suche nach schönen Kleiderschnitten (da sie ja kaum was anderes trägt). Ich dachte ich finde mal noch einige andere schöne Schnittmuster als Schnabelinas Kapuzenkleidchen. Aber so richtig viel hab ich da nicht gefunden was mir zusagt. Also wurde das erste Kleidchen wieder ein Trotzkopfkleid von Schnabelina, diesmal mit einfachem Rockteil mit Kellerfalte.20180409_152914 In den Stoff hatte sich das Hexlein total verliebt, obwohl er mir gar nicht so sehr gefiel. Als das Kleid fertig war hatte ich aber meinen Frieden damit geschlossen. Ich hatte eigentlich überlegt auf das Rockteil noch eine „3“ zu applizieren, aber mein Mann meinte, das wird zuviel.20180417_162034 Für das zweite Kleid hatte ich nach langem Suchen doch noch einen schönen Schnitt in der Ottobre Kids 3/2017 gefunden.20180411_144859 Als ich die Zeitschrift zugesandt bekam, gefiel mir das Kleid gar nicht so. Aber meine Mama war sofort begeistert von dem Schnitt.  Als er mir jetzt wieder in die Hände viel fand ich ihn auch gar nicht mehr so schlecht. Liebe auf den 2. Blick sozusagen.20180411_144457 Außerdem wollte ich ja wieder Stoffreste verbrauchen und in das Kleid ging mehr Stoff rein, als in ein „normales“. Für den Halsausschnitt und die Ärmelsäume habe ich wieder mal den Bandeinfasser meiner Coverlockmaschine genutzt. Das verlief allerdings mit Tücken, da meine Maschine sich beim Kettstich irgendwie immer mal verschluckt hat.20180411_144522 Da war ich etwas traurig. Ich hätte zum einfassen wahrscheinlich besser einen Jerseystreifen  nehmen sollen, der wäre dünner gewesen als Bündchen. Beim nächsten mal werde ich auch die mittlere Nadel einsetzen. Vielleicht wird es da besser transportiert. Beim Zusammennähen machten die dicken Stellen der Bündchenenden unter den Achseln wieder Probleme. Aber im Großen und ganzen ist das Kleidchen sehr süß geworden.

Ich mag den Pilzstoff sehr. Eigentlich wollte ich ihr noch ein 3. Kleid nähen, damit es zum 3. Geburtstag auch drei neue Kleider gibt. Leider war die Zeit etwas knapp, da ich ja nebenbei am Softshelljacken- Sew-Along nähe. Das Dritte  liegt schon zugeschnitten da, muss aber noch etwas warten.

Verlinkt bei AfterWorkSewing, Wir machen klar Schiff, Kiddi Kram

Zwergensachen

Ostern war´s

20180329_111956Über meine diesjährige Idee, Osterkörbchen für die Kinder zu nähen, bin ich wieder mal sehr spontan und kurzfristig gestolpert. Die Idee und die Vorlage dafür habe ich bei Nähkitz gefunden. Ich war sofort Feuer und Flamme, denn ich fand die Körbchen sehr formschön und die Paspel machen wirklich was her. Außerdem war es mal wieder ein prima Projekt für die Resteverwertung. Nach dem ersten Körbchen war ich dann auch in der Übung.20180327_104131Da mein Osterfest dieses Jahr einen etwas anderen Verlauf hatte als gewöhnlich, zählte ich im Kopf mal schnell durch, wie viele Körbchen ich eigentlich brauchte…… Mist, 5 Stück allein für die Kinder. Meinen Gedanken, auch für die Erwachsenen welche zu nähen verwarf ich anhand meines eng gestrickten Zeitplans doch schnell wieder. Denn die Idee war mir, wie fast immer, wieder mal 3 Tage vor der Angst gekommen. Also bin ich strategisch vorgegangen und hab erstmal alle Körbchen zugeschnitten. (Denn genäht ist ja dann immer schnell! 😉 ) Das Schwierigste war eigentlich die farblich halbwegs passenden Schrägbänder zu finden. Irgendwie hatte ich keine Lust mir selber welche zu schneiden. Das hätte wieder wertvolle Zeit gekostet. Aber ich habe es tatsächlich geschafft Donnertag Nachmittag mit allen 5 Körbchen fertig zu sein. Als die Kinder abends im Bett waren, hat der Osterhase sie fix befüllt und sicher in seinem Korb aufbewahrt.

Am Karfreitag bin ich mit dem ersten Körbchen im Schlepptau zu meiner Freundin gefahren. Ihre Tochter hat sich riesig gefreut und hatte auch die erste Nachnutzungsidee für das Körbchen…..warum nicht den Henkel abmachen und das Körbchen als originelle Kopfbedeckung aufsetzen….. auch ne Idee. 😉

Am Ostersamstag bin ich mit meinen beiden Mäusen weitergetingelt zu meinem Bruder. Da konnten die beiden am Sonntag mit ihren beiden Cousinen Osterkörbchen suchen. Leider war es dem Osterhasen auf Grund der Witterung draußen doch etwas zu kalt und er hat die Körbchen drinnen verstecken müssen. Auf einem Bauernhof ist es draußen natürlich ein größeres Highlight, aber es wäre definitiv nicht nur der Osterhase sondern auch die Suchenden erfroren. Dennoch leuchteten die Kinderaugen bei jedem gefundenen Körbchen.

Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, ob die Körbchen jetzt zum spielen freigegeben werden, oder ob der Osterhase sie für nächstes Jahr wieder mitnimmt. Was meint Ihr? Erstmal erfreuen wir uns alle noch ein bisschen dran. Sie sind ja auch zum Glück noch nicht leer gegessen. 😉

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