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Bunte Yogashorts für den Sommer

20180530_113736Als ich diese Woche bei über 30°C im Yogaraum saß, war ich eine der Wenigen, die noch in langen Leggins trainierte. Dabei sind Yogashorts doch eigentlich keine große Sache, dachte ich mir. Zuhause ist mein Zeitplan gerade eng gestrickt mit Urlaubsvorbereitungen, Frühjahrsputz (ich weiß, damit bin ich spät dran 😉 ), der Arbeit und allem man was sonst an Terminen noch gerne vor dem Urlaub erledigt. Den Gedanken, dass mich meine Nähmaschine in dieser Woche noch einmal sieht, hatte ich schon verworfen. Als ich meinen Frühjahrsputz erledigt hatte, packte mich aber doch der Ehrgeiz mich noch an so eine Yogashorts zu setzen. Ich kramte ein Schnittmuster aus der Ottobre Woman 2/2015 raus. Das wollte ich als Grundschnitt nehmen und dann am Bund und an den Beinen einfach Bündchenabschlüsse dran nähen. Die Hose war wirklich schnell genäht. Sie war mir aber als Yogahose zu wenig „pumpig“, sondern lag eng an.20180530_113520 Also habe ich sie an meine Mama verschenkt und gleich noch eine zugeschnitten. (Den Stoff kennt ihr schon. Es war das Reststück von diesem Kleid.) Diesmal habe ich an den Seitennähten 3cm zugegeben.20180530_113053 Die Bündchen habe ich genauso groß zugeschnitten wie bei der ersten Hose. Das bedeutete natürlich, dass ich das Bündchen beim stecken und beim einnähen deutlich mehr dehnen musste. Ich hatte erst kurz überlegt ob ich Falten einnähe, aber es klappte auch ohne.20180530_113620 Vielleicht probiere ich die Faltentechnik bei der nächsten Hose aus. Die würde ich dann noch ein Stück weiter machen. Jetzt bin ich erstmal bestens gerüstet für die nächste sommerliche Yogastunde.

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Obst- und Gemüsebeutel – Die Suche nach einer Plastiktütenalternative

20180516_141107Vor einiger Zeit wurden in Supermärkten die Plastiktüten weitestgehend abgeschafft. Ich habe seit Jahren immer ein oder zwei Stoffbeutel in meiner Handtasche, die ich für den kleinen Einkauf dann immer schnell zu Hand habe. Leider wurde in den Supermärkten noch keine Alternative zu den kleinen Plastikbeuteln in der Obst-und Gemüseabteilung eingeführt. Papiertüten für Obst und Gemüse stehen bisher nur im gut sortierten Bioladen bereit. Ich habe daher erstmal begonnen mein Obst und Gemüse lose einzukaufen, also das lästige Plastiktütchen einfach wegzulassen. Das hatte den angenehmen Effekt, dass es an der Kasse mit mehr Achtsamkeit auf die Waage gelegt wurde. Aber spätestens bei größeren Mengen Tomaten oder Äpfeln wird es schwierig, da diese dann ständig von der Waage kullern. Es musste eine andere Idee her. Ich habe ein Baumwollbeutelchen mit Zugband und einem Sichtfenster aus Tüll genäht.

Sieht auf alle Fälle besser aus, als eine Pastiktüte und macht für die Obst-und Gemüselagerung zuhause echt was her. 😉 Jedoch habe ich einen guten Kritiker zuhause. Mein Mann besah sich den Beutel und meinte:“ Der ist doch viel zu schwer!“ Ich habe das Beutelchen auf die Küchenwaage gelegt: 48 Gramm. Etwas leichter als ein normaler Stoffbeutel (68g), aber für den Einkauf noch keine wirkliche Alternative. Ich beschloss noch ein Beutelchen zu nähen. Diesmal nur aus Tüll.

Dieser wiegt nur 7 Gramm und ist dadurch durchaus einkaufstauglich. Tüll war das leichteste, was mir einfiel. Ich kann mir gut vorstellen, dass man solche Beutelchen auch sicher gut aus den alten Gardinen von Oma nähen kann. 😉 Ich werde jetzt in der Prxis erstmal testen, wie lange sie halten. So ein Tüllbeutelchen hat nur 3 Nähte und ist 10 Minuten fertig genäht. Der Baumwollobstbeutel war etwas aufweniger und hat etwa eine Stunde gedauert.

Habt ihr noch andere Ideen für plasikbeutelfreies Einkaufen? Kennt ihr noch leichte Materialien, die man zu solchen Beutelchen verarbeiten könnte? Meine Ideen sind sicher noch nicht ganz ausgereift, aber durchaus ein erster Schritt zu weniger Plastikkonsum.

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Zwergensachen

Schnabelinas Softshelljacken Sew-Along

Die Vorfreude bei mir war riesig. Die Materialien waren schon alle bereit gelegt und warteten nur darauf, dass es endlich los geht, das große Sew-Along zu Schnabelinas neuem Kinder-Softshelljackenschnitt. Das Schnittmuster samt Anleitung findet ihr kostenlos auf Schnabelinas Blog.

1.Tag: Noch schnell frische Tinte in den Drucker gelegt und dann war das Schnittmuster auch schon ausgedruckt. Für Größe 98 waren es nur 15 Seiten. Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. 😉 Dann saß ich mit Schnittmuster, Schere und Kleber auf dem Fußboden vor dem Fernseher (damit mein Mann nicht so allein war, denn auch die Sozialkontakte müssen ja gepflegt werden! 😉 ). Mein Mann fragte nach einer Weile nur, wie viele Tonnen Papier ich auf diese Weise wärend meiner Nähzeit schon verbraucht habe….. Ich weiß es wirklich nicht, aber ein bisschen was wird da schon zusammen kommen.😅 Zugeschnitten war alles noch am selben Abend. Allerdings bekam ich kurz einen Schreck, als ich die Tabelle mit den Saumzugaben sah. Die hatte ich nicht extra mit zugeschnitten. Später stellte sich aber heraus, dass diese wirklich schon im Schnitt enthalten waren und die Tabelle nur zur Kontrolle und zum abmessen für die Position der Taschen da ist.😅 Puh, Glück gehabt. So ganz schlimm wäre es wahrscheinlich gar nicht gewesen, da ich mich eh für die lange Version der Jacke entschieden hatte. Im Zweifelsfall wäre es eine halblange Version geworden.😉

2.Tag: Die Vorderteile mit den kleinen Reißverschlusstaschen waren an der Reihe. Statt dem beschriebenen Jackenstoff hatte ich eine Art Futterstoff als Futter für die Taschen genommen und diesen an der der Kante, wo der Reißverschluss angenäht wird auf der linken Stoffseite mit einem Streifen Vlieseline verstärkt. Das eignet sich glaube ich ganz gut. Ich wollte für die paar Kleinteile nicht extra Stoff kaufen, sondern habe das genommen was das Stoffregal her gab. Der Stoff passte farblich auch so gut. 🙂 Ein bisschen geschwitzt habe ich bei den kleinen Reißverschlusstaschen schon. Warum eigentlich? Ich habe schon ein paar solcher Reißverschlusstaschen genäht und Schnabelina hat das ganze echt wieder toll beschrieben. Aber manchmal komme ich beim annähen der Reißverschlüsse eben doch schief. Alles nicht schlimm und ich habe es auch gut korrigiert gekriegt. Ich musste über mich selber lachen, als ich sah, dass ich die Reißverschlüsse unten schon zugenäht hatte und vergessen hatte die Zipper einzufädeln. 😉 Ich war wohl etwas zu übereifrig, weil es gerade so gut lief. Da musste der Nahttrenner wieder her. Aber ich habe die Taschen zu einem guten Ende geführt. Die Seitenteile noch drangenäht, alles noch fein abgesteppt, 2. Etappe fertig. In die tollen Steppnähte bin ich schon ein bisschen verliebt. 😉20180412_123055

3.Tag: Das Zusammensetzen der Jacke, d.h. Passe annähen, Rückenteil annähen und Ärmel annähen verlief gut und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Auch der kleine Gürtel hinten machte keine Probleme. Ich hatte ein bisschen Sorge, dass ich das Gummiband nicht in die richte Länge gerafft und festgenäht kriege, aber mein Augenmaß hat mich diesmal nicht im Stich gelassen. Die Jacke soll ja dadurch eine gute Taillierung erhalten, aber das Rückenteil soll sich nicht komplett verziehen. Da war ich wirklich ein bisschen stolz. 😉 Lediglich beim absteppen der Seitennähte habe ich 2mal die Tasche mit erwischt. Naja, da war es auch schon abends spät. Da sollte man eh nicht mehr nähen. 😉20180413_21054120180413_210625

4.Tag: Der erste Teil vom Kragen ging super anzunähen. Auch mit dem elastischen Falzband hatte ich zu dem Zeitpunkt noch keine Probleme. Ich habe es bei dieser JAcke erstmals verarbeitet. 🙂 Der Reißverschlussuntertritt war auch mein Erstlingswerk dieser Art. Schöne Sache, muss man mal gemacht haben. Natürlich hat Schnabelina auch wieder alles super beschrieben. Reißverschluss annähen gehört nicht zu meinen Kernkompetenzen. Ich bin immer froh wenn ich das halbwegs passabel hinkriege. Bei der Jacke lief das ganz gut. Lediglich am Kragen musste ich die eine Reißverschlusshälfte 3mal auftrennen bevor beide Seiten endlich auf einer Höhe waren.20180416_120651 Wesentlich spannender war das Annähen des elastischen Falzbandes am Reißverschluss. Es soll der Jacke später innen ein sauberes aussehen geben, indem es die Nahtzugaben am Reißverschluss verblendet. An diesem Tag wurde es erstmal nur jeweils einseitig angenäht. Das ging noch, obwohl das Zeug unter der Maschine ganz schön macht was es will. Für mich war da schon abzusehen, dass das endgültige Festnähen der Verblendung ein Graus werden würde. Aber dieses Etappenziel konnte sich sehen lassen.20180416_120632

5.Tag: Das war für mich wohl der schwärzeste Tag in diesen Sew-Along. Hab ich Euch schon erzählt wie wichtig es ist, ordentliche Stifte in verschiedenen Farben zum anzeichnen zu haben?! Gut, dann kommt das jetzt. Ich hatte erst Markierstifte für Stoff in 3 Farben (Weiß, Blau und Rot) geschenkt bekommen, aber ich habe das dumme Gefühl die markieren auf keinem meiner Stoffe so richtig. Überall wo ich sie bisher ausprobiert habe, haben sie mich weitestgehend im Stich gelassen. So auch beim Softshell. Ich hatte mir mal noch 2 Stifte gekauft (in Schwarz und Grün, ähnlich wie Fineliner), wo die Markierung beim bügeln wieder verschwindet, aber auch die sah man auf dem Stoff (vorallem auf der Vliesseite) so gut wie nicht. 😦 Nun sollte ich mir die Position der Snaps am Kragen anzeichnen, in gleichmäßigem Abstand. Das Ganze barg 2 Probleme, erstens die fehlende Markierhilfe und zweitens die Tatsache, dass Rechnen und mathematisches Denken auch in diesem Leben wirklich noch nie zu meinen Kernkompetenzen zählte. Aber nach langem hin und her überlegen und einfach mal loslegen, das wird dann schon….. klappte es tatsächlich. Die Snaps waren halbwegs gleichem Abstand plaziert.20180417_143734 Ich bin auch kein Risiko eingegangen und habe Rosis Hinweis, kleine Softshellvierecke unter die Snaps als Verstärkung zu legen dankend beherzigt. Beim ferig nähen des Kragens hat meine Maschine an den dicken Stellen ganz schön gespuckt. Ständig alarmierte sie „Stoff zu dick“ oder „Hauptmotor überlastet“. Auch am Kragen innen war so eine mit elastischem Falzband ordentlich versäuberte Kante, die allerdings nach dem endgültigen Annähen nicht mehr ganz so ordentlich aussah. 😦20180417_143816 Von den dicken Stellen reden wir schon gar nicht mehr. Die Verblendung der Reißverschlussnahtzugaben verlief, wie ich es befürchtet hatte. In meinen Augen sieht es schlampig aus, obwohl ich mir die größte Mühe gegeben habe. Zu allem Ärger hatte ich der einen Reißverschlusssteppnaht auch noch den Ärmel mit gefasst. Jaja, der Teufel schei…. eben immer auf den größten Haufen. Mit dem Saum war es ein ähnliches Elend, aber da sieht es nicht ganz so schlampig aus.20180417_143844 Die innenliegenden Bündchen anzunähen ist schon ein Kunststück. Also wer da eine gerade Naht hinbekommt….Respekt. Bei mir ist es keine gerade Naht geworden. 😦 Aber was solls…..Übung macht den Meister! 😉 Ich habe auf alle Fälle viel dazugelernt und wenn man nicht so genau hinschaut, fallen meine Unsauberkeiten auch nicht so auf. Dafür haben die Reißverschlusszipper jetzt noch eine Zierde bekommen. Die lenkt hoffentlich auch etwas ab. Die hatte ich mir mal für meinen Softshellmantel auf dem Stoffmarkt gekauft, aber da waren die Löcher an den Zippern leider zu klein dafür. Egal, hier passen sie. 🙂20180417_14371020180417_143801

6.Tag: Das Ende war nicht nur in Sicht, sondern zum greifen nah! Eigentlich war die Jacke an sich schon tragefertig. Es fehlte nur noch die Kapuze. Die war nicht ganz so schwierig. Nur beim nähen der vorderen oberen kleinen Kante vom Beleg war ich ganz froh über Rosis Video. Das hat den Knoten im Kopf gelöst. Meiner Maschine habe ich zunehmend an gemerkt, dass sie es satt hat…. mit dem Stoff, mit der Jacke und mit mir. 😉 Sie hat beim Absteppen ständig Stiche ausgelassen. Das hat sie am Anfang nicht gemacht. Vielleicht ist jetzt, nach den vielen dicken Stellen, auch einfach die Nadel im Eimer. 20180420_10474620180420_104756Aber kratzt zwar ein bisschen an meiner Perfektionistenehre, aber mein Hexlein wird das sicher nicht stören.

Jetzt ist sie FERTIG!!! So richtig vollständig! Es hat mir trotz der kleinen Pannen und Widrigkeiten eine große Freude gemacht am Sew-Along teilzunehmen. Nach jeder Etappe habe ich dem neuen Kapitel entgegengefiebert. Ich gehe mit großem Erfahrungsgewinn aus diesem Sew-Along heraus. Hier nochmal die fertige Jacke…20180420_10470220180420_104910(Bitte entschuldigt die teilweise schlechte Bildqualität.)

Und noch ein paar Tragebilder….20180423_081228

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Zwergensachen

Zwei Kleidchen zum 3. Geburtstag

Für mein kleines Hexlein stand diesen Monat der 3. Geburtstag an. Meine Kinder haben um ihren Geburtstag rum immer einen mächtigen Wachstumsschub. Deshalb nähe ich für sie schon nur noch eine 98. Ich war lange auf der Suche nach schönen Kleiderschnitten (da sie ja kaum was anderes trägt). Ich dachte ich finde mal noch einige andere schöne Schnittmuster als Schnabelinas Kapuzenkleidchen. Aber so richtig viel hab ich da nicht gefunden was mir zusagt. Also wurde das erste Kleidchen wieder ein Trotzkopfkleid von Schnabelina, diesmal mit einfachem Rockteil mit Kellerfalte.20180409_152914 In den Stoff hatte sich das Hexlein total verliebt, obwohl er mir gar nicht so sehr gefiel. Als das Kleid fertig war hatte ich aber meinen Frieden damit geschlossen. Ich hatte eigentlich überlegt auf das Rockteil noch eine „3“ zu applizieren, aber mein Mann meinte, das wird zuviel.20180417_162034 Für das zweite Kleid hatte ich nach langem Suchen doch noch einen schönen Schnitt in der Ottobre Kids 3/2017 gefunden.20180411_144859 Als ich die Zeitschrift zugesandt bekam, gefiel mir das Kleid gar nicht so. Aber meine Mama war sofort begeistert von dem Schnitt.  Als er mir jetzt wieder in die Hände viel fand ich ihn auch gar nicht mehr so schlecht. Liebe auf den 2. Blick sozusagen.20180411_144457 Außerdem wollte ich ja wieder Stoffreste verbrauchen und in das Kleid ging mehr Stoff rein, als in ein „normales“. Für den Halsausschnitt und die Ärmelsäume habe ich wieder mal den Bandeinfasser meiner Coverlockmaschine genutzt. Das verlief allerdings mit Tücken, da meine Maschine sich beim Kettstich irgendwie immer mal verschluckt hat.20180411_144522 Da war ich etwas traurig. Ich hätte zum einfassen wahrscheinlich besser einen Jerseystreifen  nehmen sollen, der wäre dünner gewesen als Bündchen. Beim nächsten mal werde ich auch die mittlere Nadel einsetzen. Vielleicht wird es da besser transportiert. Beim Zusammennähen machten die dicken Stellen der Bündchenenden unter den Achseln wieder Probleme. Aber im Großen und ganzen ist das Kleidchen sehr süß geworden.

Ich mag den Pilzstoff sehr. Eigentlich wollte ich ihr noch ein 3. Kleid nähen, damit es zum 3. Geburtstag auch drei neue Kleider gibt. Leider war die Zeit etwas knapp, da ich ja nebenbei am Softshelljacken- Sew-Along nähe. Das Dritte  liegt schon zugeschnitten da, muss aber noch etwas warten.

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Zwergensachen

Ostern war´s

20180329_111956Über meine diesjährige Idee, Osterkörbchen für die Kinder zu nähen, bin ich wieder mal sehr spontan und kurzfristig gestolpert. Die Idee und die Vorlage dafür habe ich bei Nähkitz gefunden. Ich war sofort Feuer und Flamme, denn ich fand die Körbchen sehr formschön und die Paspel machen wirklich was her. Außerdem war es mal wieder ein prima Projekt für die Resteverwertung. Nach dem ersten Körbchen war ich dann auch in der Übung.20180327_104131Da mein Osterfest dieses Jahr einen etwas anderen Verlauf hatte als gewöhnlich, zählte ich im Kopf mal schnell durch, wie viele Körbchen ich eigentlich brauchte…… Mist, 5 Stück allein für die Kinder. Meinen Gedanken, auch für die Erwachsenen welche zu nähen verwarf ich anhand meines eng gestrickten Zeitplans doch schnell wieder. Denn die Idee war mir, wie fast immer, wieder mal 3 Tage vor der Angst gekommen. Also bin ich strategisch vorgegangen und hab erstmal alle Körbchen zugeschnitten. (Denn genäht ist ja dann immer schnell! 😉 ) Das Schwierigste war eigentlich die farblich halbwegs passenden Schrägbänder zu finden. Irgendwie hatte ich keine Lust mir selber welche zu schneiden. Das hätte wieder wertvolle Zeit gekostet. Aber ich habe es tatsächlich geschafft Donnertag Nachmittag mit allen 5 Körbchen fertig zu sein. Als die Kinder abends im Bett waren, hat der Osterhase sie fix befüllt und sicher in seinem Korb aufbewahrt.

Am Karfreitag bin ich mit dem ersten Körbchen im Schlepptau zu meiner Freundin gefahren. Ihre Tochter hat sich riesig gefreut und hatte auch die erste Nachnutzungsidee für das Körbchen…..warum nicht den Henkel abmachen und das Körbchen als originelle Kopfbedeckung aufsetzen….. auch ne Idee. 😉

Am Ostersamstag bin ich mit meinen beiden Mäusen weitergetingelt zu meinem Bruder. Da konnten die beiden am Sonntag mit ihren beiden Cousinen Osterkörbchen suchen. Leider war es dem Osterhasen auf Grund der Witterung draußen doch etwas zu kalt und er hat die Körbchen drinnen verstecken müssen. Auf einem Bauernhof ist es draußen natürlich ein größeres Highlight, aber es wäre definitiv nicht nur der Osterhase sondern auch die Suchenden erfroren. Dennoch leuchteten die Kinderaugen bei jedem gefundenen Körbchen.

Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, ob die Körbchen jetzt zum spielen freigegeben werden, oder ob der Osterhase sie für nächstes Jahr wieder mitnimmt. Was meint Ihr? Erstmal erfreuen wir uns alle noch ein bisschen dran. Sie sind ja auch zum Glück noch nicht leer gegessen. 😉

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Liberté Martha

Stoffreste eigenen sich immer wunderbar um neue Schnittmuster auszuprobieren. Ich habe schon seit längerer Zeit  die „Martha“ von Das Milchmonster hier liegen. Ich wollte das Schnittmuster nun endlich unbedingt mal ausprobieren. Erstmal in der Frühlings-light-Version ohne die großen Taschen. Aber dafür mit geteiltem Rückenteil und 3/4-Ärmeln. Die Stoffe hatte ich schon einmal für mein Lieblingskleid vernäht. „Liberté“ war eine Eigenproduktion von Stoff und Liebe, in die ich mich sofort verliebt hatte (wie so oft ein Lustkauf 😉 ). Den oberen Stoff hatte ich vom Stoffmarkt und der passte farblich perfekt dazu.20180319_140327 Ich habe mir die figurbetonte Schnittmustervariante ausgewählt. Vielleicht sollte man es eher „figurbewusste“ Variante nennen, denn ich bin ständig bestrebt den Bauch einzuziehen. 😉 Beim nächsten Mal werde ich wohl auf die lässige Variante umsteigen. Ist sicher stressfreier. 😉 Ich habe eine Weile überlegt ob ich die Version mit oder ohne Brustfalten nähen soll, aber sie gefallen mir recht gut. Ist mal eine witzige Abwechslung. Ich habe die lange Version zugeschnitten und unten einen einfachen Saum von 3cm umgenäht. Eigentlich wollte ich ihn 4cm breit machen, aber ich hatte Angst, dass es dann zu kurz wird. In der Teilung habe ich einen Paspel eingenäht. Ebenfalls aus einem winzigen Rest Stoff. Am Halsausschnitt musste ich ein bisschen stückeln, aber das fällt überhaupt nicht auf. Jaja, der Halsausschnitt…..der hat mich Nerven gekostet. Dabei ist es eigentlich kein Hexenwerk. Ein stinknormaler Halsausschnitt. Und dennoch habe ich 3 Anläufe gebraucht. Ich schiebe es mal auf die Grippe. Ich sollte eben doch nicht mehr versuchen zu nähen, wenn ich nicht ganz fit bin. Das wird nix. (Hab ich mir fürs nächste Mal notiert! 😉 )

20180319_140325Der Schnitt gefällt mir richtig gut. Ich werde sicher mal noch eins mit Taschen nähen und der Tubekragen reizt mich auch. Mal schauen, ob mir dafür mal noch die richtigen Stoffe über den Weg laufen. Das Shirt gehört auf jeden schonmal in die Kategorie „Lieblingsteile“.20180319_140337So ganz konnte ich die Stoffreste leider nicht aufbrauchen. Es ist immer noch von allem ein Rest da. Da muss ich wohl nochmal ran…

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Vorfreude auf den Frühling

Einen kleinen Vorgeschmack auf den nahenden Frühling haben wir ja schon bekommen, auch wenn der Winter derzeit zurück ist. Die lange Grippe ist überwunden und so habe ich endlich mal wieder Lust und Kraft zum Nähen gefunden. Angefangen hat es damit, dass ich einen kleinen Teil meines Kleiderschrankes ausgemistet habe. Es waren Sachen, die ich eigentlich mag, aber irgendwie nie anziehe. Gekaufte Designersachen, zu schön um sie da einfach so rumhängen zu lassen. Meine Mama bot sich sofort als dankbarer Abnehmer an und so starteten wir eine kleine Tauschaktion. 😉 Ich bekam im Gegenzug einen wunderschönen Stoff, den sie sich mal auf einem gemeinsamen Bummelausflug im Stoffladen in der Stadt gekauft hat. Ein wunderschöner Jerseyrapport mit großen Blumen drauf. Ich habe mich so sehr darüber gefreut, dass ich ihn gar nicht ins Stoffregal gelegt, sondern kurzerhand gleich die Schere angesetzt habe. 20180319_135357Da der Stoff so ein Hingucker ist, kam nur ein ganz schlichtes Schnittmuster in Frage. Ich musste gar nicht lange überlegen und habe gleich zur „Fanni Stitch“ von Alles für Selbermacher gegriffen. Ich habe auch diesmal schweren Herzens auf meine geliebten Taschen verzichtet. 😉 Jeder Zusatz hätte das Motiv des schönen Stoffes zerstört.20180319_135338Das Kleid macht richtig Lust auf Frühling, auch wenn ich mich über den Schnee dieser Tage sehr gefreut hab. Den ganzen Winter haben wir drauf gewartet und er kam nicht. Jetzt konnten wir endlich mit den Kindern rodeln gehen und das kalte Weiß genießen. Wenn es schneit, lacht das Kind in mir und ich hab einfach nur gute Laune. 🙂20180319_135427

Lange wird es nicht mehr anhalten, denn der Frühling ist schon fast zum greifen nah und der Osterhase steht schon in den Startlöchern. Genießen wir doch einfach noch die letzten Eisblumen, bevor die Frühblüher kommen.

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