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Kuschelstrickjacke

20180220_090624Ich habe Stoffe in meinem Stoffregal, meist waren dies „Lustkäufe“, die ich so lange hüte, bis mir endlich das passende Projekt dafür einfällt. Für einen dieser Stoffschätze hatte ich jetzt die passende Idee – wenn es da nicht einen Haken bei der Umsetzung gegeben hätte, aber dazu später mehr. Erstmal ging ich wie immer hochmotiviert ans Werk. Ich hatte einen einfachen Strickjackenschnitt ohne Verschluss gewählt für meinen schönen Kuschelstoff. Er war aus der Ottobre Woman 2/2015. Ich habe schon eine Jacke nach diesem Schnittmuster aus Baumwollfleece. Ich habe mir wieder meine runden Lieblingstaschen dazugebastelt. Ich liebe es immer wenn Jacken Taschen haben. Ich hatte erst Bedenken, dass meiner Overlock der Stoff zu dick ist, doch sie hat alles sauber genäht. 🙂20180208_055131

Auf den Halsausschnitt bin ich sehr stolz. Dieses umgeschlagene Bündchen ist mir gut gelungen, finde ich. Ich wollte schon immer mal Halsausschnittnähte bei Shirts auf diese Weise versäubern, aber ich denke meistens zu spät dran.

Das Zusammennähen ging fix. Die Säume waren dann Handarbeit. Ich wollte sie erst mit Blindstich der Maschine nähen, aber das hat bei dem dicken Stoff nicht so gut funktioniert. Bei der Anprobe war ich dann leider etwas enttäuscht. Jacke war etwas zu klein, nicht viel, aber so, dass ich mich darin nicht so richtig wohl gefühlt habe. Wo lag der Fehler? Der Stoff ist nicht elastisch. Die Strickstoffe, die eigentlich für diese Jacke vorgesehen sind dehnen sich und auch der Baumwollfleece von der vorigen Jacke dehnte ich etwas und war insgesamt dünner.

Und nun?

Meine Mama hatte hatte sich seinerzeit den gleichen Stoff gekauft, weil sie ihn so toll fand. Ich habe ihr also die Jacke geschenkt. Sie meinte, im Gegenzug bekomme ich ihren Stoff. 😉 Guter Kompromiss, oder?! 😉 20180220_090736

Aber jetzt warten erstmal andere Projekte. In den letzten 2 chaotischen Wochen mit Unfall, neuem Auto und Grippe ist einiges liegen geblieben…. 😦

Verlinkt bei Creadienstag, Handmade on Tuesday, Dienstagdinge

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Das Lieblingskleid mal anders

20180131_130226Ich habe schon lange 2 wunderschöne Stoffe in meinem Stoffregal liegen, aus denen ich nochmal mein Lieblingskleid nähen wollte. Ich hatte beide Stoffe seiner Zeit auf dem Stoffmarkt gekauft. Nun hatte ich mir in den Kopf gesetzt das Schnittmuster diesmal etwas umzumodeln und das Kleid mit Raglanärmeln und langärmlig zu nähen. Im letzten Beitrag hatte ich Euch ja schon erzählt, wie ich zu meinem Raglanschnittmuster gekommen bin. Das musste jetzt nur noch etwas an den Originalschnitt angepasst werden.IMG-20180129-WA0000 An sich schien es kein Problem mehr zu geben und das Kleid war in meinem Geiste schon fertig. Wäre der Stoff nicht so dünn gewesen….. Er lies sich an sich schon schwer nähen und rollte sich beim bügeln immer ein. Aber davon habe ich mich nicht unterkriegen lassen. Um die Raglanärmel noch etwas zu betonen, fand ich noch das passende elastische Paspelband in meiner Kiste.20180131_131024 Allerdings musste ich hierbei die Naht noch knappkantig absteppen, weil ich sonst Angst hatte, dass der Paspel sich beim Tragen rumklappt. Beim Zusammennähen habe ich die dicken Stellen, wo die Paspel aufeinandertreffen extra vorher geheftet, aber die Overlock hat sich trotzdem schwer getan. Bei den Säumen habe ich mir mit aufbügelbarem Saumvlies (HT3 von Gütermann) beholfen, damit der umgebügelte Saum da bleibt wo er ist und sich nicht ständig einrollt. Das nutze ich recht selten, aber hier hat es mir wirklich gute Dienste geleistet und ich war froh, dass ich auf den Gedanken gekommen war.  Bei der Anprobe stellte ich fest, dass der dünne Stoff wohl doch keine geeignete Wahl für den Schnitt war. Das Oberteil dehnt sich sehr stark und dadurch hing das Kleid zu weit unten. Durch den Mittelsteg fiel das sehr auf. Was nun??? Ich habe lange hin und her überlegt. Das Oberteil nochmal kürzen wäre extrem aufwendig gewesen und wahrscheinlich hätte ich damit das ganze Kleid zerstört. Die Nähte auf den dünnen Stoffe lassen sich schwer trennen. Es war Zeit für Trick 17B!

Ich habe an die Seitennähte des Oberteils nachträglich je 3 Falten eingenäht. Damit wirft das Oberteil vorn und hinten Falten aber es kommt ein Stück höher. Die Falten stören nicht (sie kaschieren gleich den Bauch 😉 ) und das Kleid ist gerettet. Jetzt bin ich sehr zufrieden mit dem guten Stück.

 

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So bin ich am Ende doch noch zum ersehnten Lieblingskleid mit Raglanärmeln gekommen. Das Schnittmuster vom Rockteil war wieder aus der Ottobre Woman 2/2015.20180131_130600 Verlinkt bei RUMS.

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Wenn einmal nicht das passende Schnittmuster vorhanden ist….

20180123_164513….ist Einfallsreichtum gefragt. 😉 Ich suche schon seit langer Zeit ein Ranglanschnittmuster, dass etwas körpernah geschnitten ist und nicht zu lang. Das, was ich habe ist zu weit und zu lang. Die Länge ist schnell gekürzt, aber ich wollte es nicht enger machen. Das war mir zu viel Bastelei.  Jetzt habe ich aber in meinem Schrank ein Second-Hand-gekauftes Raglanshirt gefunden, welches genau meine Kriterien erfüllt. Also dachte ich mir, da zeichne ich mir eben mein Schnittmuster selber. Gedacht, getan.

Zuerst habe ich die Ärmel abgemalt. Dazu habe ich mir den Ärmel (unten genau an der Naht) ganz glatt hingelegt und erst die Vorderseite und dann die Rückseite abgemalt. Das Ganze habe ich noch ordentlich beschriftet, damit ich auch später noch weiß, welches Teil welches ist und wo was hingehört.

20180118_170904Als nächstes waren Vorder- und Rückenteil dran. Dazu habe ich beide Seitennähte aufeinander gelegt und wieder geschaut, dass auch alles schön glatt und gerade ist. Das ist nicht immer ganz einfach, wie Ihr an den Fehllinien vom Rückenteil seht. 😉20180118_171752Damit ich es später nicht vergesse (weil ich meine Schusseligkeit kenne), habe ich mir unten extra drangeschrieben, dass ich beim Zuschneiden die 2 cm Saum nicht vergessen darf. Damit ist das Schnittmuster auch eigentlich schon fertig. Bei Zuschneiden darf man natürlich die Nahtzugabe nicht vergessen, denn ist ja noch nicht mit dabei! 😉

So sieht das ganze zugeschnitten aus. Beim zuschneiden habe ich Vorder- und Rückenteil jeweils noch um 5 cm verlängert. Das Probeshirt wollte ich nicht ganz so kurz haben, wie das Original. Ich habe lange überlegt welche Stoffe ich für das Probeshirt nehme. Die 2 Stoffe lagen schon lange beieinander. Ich hatte sie mal auf dem Stoffmarkt gekauft. Die Farbe ist etwas knallig, aber sie macht Lust auf Sonne bei dem Schmuddelwetter. 😉

Das Zusammennähen ging schnell. Beide Ärmel erst an das Vorderteil nähen, dann das Rückenteil an die hinteren Ärmelnähte nähen, die Nähte schön bügeln, Seitennähte schließen und zum Schluss nur noch die Ärmelsäume und den unteren Saum festnähen. Dann natürlich alles nochmal schön bügeln. Fertig. 🙂 (Ging das jetzt zu schnell? Wenn Bedarf besteht, zeige ich das Ganze auch gerne nochmal Schritt für Schritt. )

20180122_111222Das Shirt gefällt mir gut und passt auch sehr gut. Wofür ich dieses Grundschnittmuster noch verwenden kann und was ich eigentlich damit vorhatte, zeige ich Euch beim nächsten Mal. 😉

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Resteverwertung- Kinderunterhosen

20180117_163115Man wird ja immer wieder nach guten Vorsätzen für das neue Jahr gefragt. Bei mir stand auf der Liste unter anderem „Aufräumen, Ordnung halten“. Für mein Arbeitszimmer hatte ich in den letzten Wochen sehr wenig Zeit. So sah es da auch aus. Kreatives Chaos oder besser nur Chaos, welches jegliche Krativität im Keim erstickt hat. Um die grobe Unordnung zu beseitigen fand sich dann glücklicherweise mal vereinzeltes Stündchen. dabei stellte ich fest, dass mir meine Sammelleidenschaft für Stoffreste (die zu groß zum wegschmeißen sind) so langsam zum Verhängnis wird. (Aber irgendwas wird da bestimmt noch draus!…) Also beschloss ich den Stoffresten an den Kragen zu gehen. Ich hatte mal ein besonders kleines Stück Jerseyrest geschenkt bekommen aus dem man weder einen Loop noch irgend etwas anderes machen konnte. Als mein kleines Hexlein aber Unterwäsche brauchte kam ich auf die Idee, diese wirklich keinen Schnittteile Größe 92/98 auf den Stoffrest zu legen und siehe da, es reichte.20170811_090132 Ich war total glücklich für den Stoffrest noch eine sinnvolle Verwendung gefunden zu haben.

Das hat so einen Spaß gemacht, dass ich gleich noch ein Unterhöschen zugeschnitten hab. Was an der ersten Schlüppi etwas aufwendig und Materialintensiv war, war das Einfassgummiband. Als ich in der Anleitung etwas über Einfassgummiband las, wusste ich gar nicht, dass ich sowas besitze. 😉 Ich kramte in meiner Tüte mit Unterwäschegummibändern und stellte verwundert fest, dass ich ja welches habe, dass sich aufklappen lässt.20180117_143011 Aber selbst für so eine kleine Schlüppi braucht man sehr viel davon und das Annähen ist eine etwas frimmelige Angelegenheit (wobei es geht, wenn man es sehr gut feststeckt). Allerdings sieht es auch sehr elegant aus. 😉

IMG-20180104-WA0002Für die zweite Schlüppi beschloss ich Bündchenware zu nehmen. Meine Sammelleidenschaft für Bündchenreste steht der für Stoffreste in nichts nach. 😉 Das war eine super Idee und ist einfach und schnell gemacht. Das würde ich für die kleinen Mäuse jederzeit wieder so machen. (Das Einfassgummiband bleibt für meine Unterwäsche.)

Nun wollte mein Großer natürlich auch eine selbstgenähte Unterhose haben. Und als er die 2 Modelle (Slip und Boxershorts) sah, hat er sich sofort für die Boxershorts entschieden.20180113_165615 Auch diese Unterhose war Ruck-Zuck genäht, wobei ich es irgendwann aufgegeben habe die Anleitung zu studieren. Die war mir irgendwie zu kompliziert. Ich hab so zusammengesetzt wie es mir schlüssig erschien und ich die Covernähte hintereinander nähen konnte, ohne die Maschine ständig zwischen Overlock und Coverlock umstellen zu müssen. Das kostet nämlich extrem Zeit. An dem Teil konnte sich die Coverlock auch mal wieder so richtig austoben. An den Bund habe ich statt Wäschegummi wieder Bündchen genäht (irgendeinen Rest, den ich schon mal von einem anderen Kleidungsstück abgeschnitten hatte). Der Große ist total glücklich („Mama, genauso sollte das aussehen! Das hast Du toll gemacht!“) und ich habe einen Stoffrest weniger in meiner Kiste. Aus diesem Feuerwehrstoff habe ich schon so viel genäht und der wurde einfach nicht alle. Die Reste, die nach der Boxershorts noch übrig waren habe ich entsorgt, bzw. haben die Kinder sie vorher noch zerschnippelt und gebastelt.

Trotz allem muss ich sagen, dass ich noch viele Unterhöschen nähen muss bevor ich in meiner Restekiste den Grund sehe…… aber was solls, Unterhosen kann man immer gebrauchen.

Die Schnittmuster sind aus der Ottobre Kids 6/2016.

Verlinkt bei Wir machen klar Schiff und  Kiddikram.

Zwergensachen

Alle Jahre wieder…

sind die kleinen Mäuse schon ganz hibbelig auf ihren Weihnachtskalender. Unser Exemplar ist schon fast ein „Möbelstück“. Genäht habe ich es bereits vor 3 Jahren. Damals war ich mit der kleinen Zaubermaus schwanger und hatte die wahnsinnige Idee doch mal einen Weihnachtskalender selber zu nähen. Es dauerte eine Weile, bis ich die richtige Idee fand. Fündig wurde ich in der Zeitschrift „Lena´s Patchwork“ 28/2013. Da war dieser tolle Weihnachtsexpress…..naja, mutig ist der Ahnungslose. Also einfach mal ran ans Werk.20171130_104957Das Arbeitspensum war sportlich, zumal ich mir solche Sachen für gewöhnlich ganz kurz vor knapp, also in dem Fall Anfang November überlegt habe.

Bis auf die Schneeberge habe ich alles mit der Nähmaschine aufgenäht bzw. appliziert. Mein Weihnachtsgeschenk an diesem Weihnachten war dann eine neue Nähmaschine mit einem breiteren Durchlass, weil ich beim quilten so geflucht habe. Solche dicken Decken bzw. Wandteppiche sind wirklich schwer unter einer normalen Nähmaschine zu manövrieren. Meiner Neuen fällt das deutlich leichter, aber ich bin immernoch stolz auf mein altes Maschinchen, dass sie das damals so gut durchgehalten und ausgehalten hat mit mir. 😉 Die Schneeberge habe ich mit der Hand aufgenäht und separat mit Füllwatte ausgestopft, damit sie noch plastischer wirken.20171130_121659Der ganze Quilt ist mit Volumenvlies gefüttert. Bei den einzelnen Waggons habe ich kein Vlies benutzt, die müssen für diese Zwecke nicht so steif sein. Die Zahlen habe ich mit der Stickmaschine draufgestickt.

Mein Großer ist jedes Jahr begeistert von seinem Weihnachtsexpress. Ich habe mir aber damals geschworen, dass sich den beide Kinder teilen müssen. Nochmal nähe ich das so schnell nicht wieder. 😉 Aber Spaß gemacht hat es doch! Ich freue mich auch jedes Jahr wieder drauf.

Verlinkt bei kiddikram.

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Frühlingsgrün und bunte Früchtchen für den trüben Herbst

SDC14401So langsam wird es trüb und kalt im Lande. Passend dazu habe ich mir endlich meinen lang ersehnten Hoody genäht. Wie Ihr vielleicht schon festgestellt habt, mag ich es gerne bunt. Ganz besonders, wenn es draußen grau und diesig wird. Deshalb musste auch mein Hoody farbenfroh werden.

Den Jersey mit den Früchten mag ich wirklich sehr. Ich habe ihn ja bereits in blau für meine Tochter verarbeitet. Irgendwann lief er mir auf dem Stoffmarkt noch in grau über den Weg. In grau wirkt er etwas gedeckter. Für meine Kinder ist das etwas zu blass, fand ich. Dafür war er aber genau das Richtige für mich. 😉 Ich habe mir einen Pamuk-Kuschelsweat in einem kräftigen Frühlingsgrün dazu gekauft (ich liebe dieses Grün!). Der Grundschnitt ist der Freestylehoody „Nelly“ von Pattydoo. Ich habe die Version ohne Teilungen genommen und mir die Teilungen selber eingefügt, wie ich sie gerne wollte. Ich hatte wieder die Schwierigkeit, dass ich 2 verschiedene Stoffarten zusammen verarbeiten wollte, Jersey und Sweat. Ich habe den Jersey wieder verstärkt indem ich ihn gedoppelt habe und vor dem Nähen mit Sprühzeitkleber zusammengeklebt habe. Das ist nicht besonders elegant gelöst, aber es funktioniert. 😉 Habt Ihr dafür noch eine andere Lösung?SDC14368Um noch einen Kontrast einzubringen, habe ich die gestreiften Paspel eingenäht. An den Ösen und den Kordelenden habe ich erstmals SnapPap (veganes, waschbares Leder) vernäht. Das ist wirklich eine tolle Sache. Es lässt sich gut verarbeiten und gibt einen schönen Effekt. Mit den Ösen habe ich mich etwas schwer getan. Ich glaub ich habe sie sogar verkehrt herum rein gemacht, aber das ist nicht so schlimm. 😉 Beim nächsten Mal klappt es besser. Da sie in den dünnen Jersey sollten, habe ich die Stellen vorher auf der linken Stoffseite mit Decovil light verstärkt. Das gibt einen guten Halt.SDC14358Beim Zusammennähen der Seitennähte ist mir an den dicken Stellen (da, wo die Paspel aufeinander treffen) der Stoff etwas verrutscht. Diese Stellen werde ich beim nächsten Mal vorher mit der Nähmaschine heften.SDC14403SDC14409Trotz der kleinen Missgeschicke bin ich sehr zufrieden mit meinem Werk. Der Hoody ist wunderbar kuschelig. Ich bin damit für den trüben Herbst bestens gerüstet, sowohl gegen kaltes Wetter als auch gegen die nahende Winterdepression. 😉

Jetzt noch ab damit zu RUMS!

Liebe Grüße, Lydia.

Zwergensachen

Die Monster sind los…

Ich bin zwar in den letzten 2 Wochen viel weniger zum nähen gekommen, als ich mir vorgenommen habe, dennoch ist heute ein Teil der „Herbst-/Winterkollektion“ für meine Mäuse fertig geworden. Das war dringend nötig, denn bei meinem Sohn habe ich in letzter Zeit einen Pulli nach dem anderen aussortiert (manche Lieblingspullis musste ich heimlich aussortieren, aber es wurde von der „Hauspolizei“ trotzdem bemerkt), weil sie doch an allen Ecken und Enden zu kurz geworden sind. Bei meiner Tochter sieht das ganze ähnlich aus, wobei ehemalige Kleidchen immernoch gut als Tunika durchgehen. 😉

Im Frühjahr hatte ich auf dem Stoffmarkt tolle Monsterstoffe gekauft, die nun darauf warteten verarbeitet zu werden.

 

Meine Tochter ist zur Zeit nur mit Kleidchen zu beglücken und so hat sie aus dem schönen Sogenfresserstoff ein Kapuzenkleidchen á la Schnabelina bekommen. 20171024_112744Den Rollsaum habe ich diesmal mit Mehrfarbenbauschgarn genäht. Ich finde, dass das gut zum Stoff passt. Mit Bauschgarn wird der Rollsaum etwas dichter. Das gefällt mir immer sehr. Es wird nur in den Obergreifer der Overlockmaschine eingefädelt. Für Nadelfaden und den Untergreifer nimmt man normales Overlockgarn.

Natürlich gefiel dem Brüderchen der Stoff so gut, dass er unbedingt auch einen Pulli daraus haben wollte.

 

Hier waren Patchworkkünste gefragt. 😉 Das Schnittmuster habe ich aus der Ottobre Kids 4/2017. Die Teilungsnähte an den Ärmeln habe ich selber eingebaut. Die Nähte sind mit Covernähten verziert.20171102_161905 Mittlerweile habe ich gelernt, dass man dafür die Nähte vorher nicht mit der Overlocknähmaschine, sondern mit dem Elastikstich der normalen Nähmaschine nähen sollte. Die Covernaht wird sonst durch die dicke Overlocknaht nicht so schön und gleichmäßig. Die Nahtzugaben schön breit bügeln, dann hat die Coverlock überall die gleiche Stoffdicke und die Covernaht wird schön.20171018_120255Diesen niedlichen Monsterstoff habe ich als Reststück auf dem Stoffmarkt gekauft. Das Schnittmuster ist ebenfalls aus der Ottobre Kids 4/2017. Der schwarze Saum ist eine Eigenkreation. Eigentlich wollte ich es mir leicht machen und einen „faulen“ Saum nähen, einfach ein Stück schwarz unten dran, umschlagen, festnähen…… soviel zur Theorie. Irgendwie hat mich das dann doch überfordert, denn es gestaltete sich schwieriger als ich mir das so überlegt hatte und so hab ich dann einfach diesen Saum drangebastelt. Aber so ein schwarzer Abschluss unten musste schon sein.

Jetzt kommt noch ein bisschen Bilderflut, denn ich habe noch ein paar Tragefotos für Euch.

 

20171025_072516Der kleine Sorgenfresser im Sorgenfresserkleid. 😉 Die Leggings sind nach dem Schnittmuster aus der Ottobre Kids 1/2015 genäht.

 

Zum Glück ist der Große beim fotografieren etwas geduldiger als der kleine Wildfang. 😉

 

Das Schnittmuster für die Hose war aus der Ottobre Kids 4/2014.

So, das war jetzt ganz schön viel auf einmal. Die Kinder sind glücklich mit ihren Monstern und schlafen jetzt. Ich wünsche Euch auch noch einen schönen Abend und freue mich natürlich wie immer über Kommentare und Anregungen.

Liebe Grüße,

Lydia.

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La Ola- Amy

Nun habe ich Euch bei meinem Winterkleid Ronja schon gezeigt, wie ich die Reste von meinem geliebten La Ola-Jersey von Stoff und Liebe verarbeitet habe, aber ich hab Euch noch nicht gezeigt, was ich eigentlich aus dem Stoff genäht habe. Ich mag zur Zeit Shirts mit Raglanärmeln sehr und so habe ich das Raglanshirt „Amy“ von Pattydoo genäht. Das Schnittmuster bekommt Ihr kostenlos, wenn Ihr euch bei Pattydoo für den Newsletter anmeldet.

Das Shirt ist hinten etwas länger als vorn und insgesamt recht weit geschnitten. Ich habe mir lange Ärmelbündchen und einen breiten Saumbund drangenäht. Ich finde das Türkis der Ärmel gibt einen schönen Kontrast zu dem sehr dynamisch wirkenden La Ola-Jersey. Der Stoff war ein „Lustkauf“. Ich hatte ihn eigentlich für meine Kinder gekauft, aber er gefiel mir dann so, dass ich etwas für mich daraus genäht habe. 😉

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20171025_110614Raglanärmel beginnen nicht wie normale Ärmel an der Schulter, sondern schon am Halsausschnitt. Sie sind dadurch sehr bequem zu tragen. Mein Mann möchte nur noch Shirts mit dieser Ärmelvariante tragen.

Ich finde Raglanshirts auch für Nähanfänger gut geeignet, weil man am Ärmel eben auch nur gerade Nähte hat. Die Armkugel normaler Shirts braucht da schon ein kleines bisschen Übung, damit nichts verrutscht.

Das Shirt ist ingesamt auch recht schnell genäht. Ich trage es sehr gerne und musste es sogar ein zweites Mal nähen, weil sich eine Bekannte sofort in das Shirt verliebt hat.  🙂 Wie gefällt es Euch?

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Wasserfallshirt – Streifen gehen immer

An diesen wunderschönen goldenen Oktobertagen habe ich mich dazu hinreißen lassen ein Wasserfallshirt aus Viskosejersey für mich zu nähen. Dabei ist der luftige und kühle Viskosejersey ja eher etwas für den Frühling oder den Sommer. Aber ich liebe Shirts mit Wasserfallausschnitt so sehr und wollte mir so etwas schon lange mal selber nähen. Baumwolljersey eignet sich leider dafür nicht, weil er nicht so schön fällt. Als Schnittmuster habe ich die „Scarlett“ von Pattydoo mit 3/4-Ärmeln genommen.

Um das Ganze noch etwas abzusetzen, habe ich mir noch einfarbige Jerseybündchen drangebastelt. Ich konnte mir lange nicht vorstellen, wie so ein Wasserfallausschnitt genäht wird, aber Ina erklärt das in ihrem Nähviedeo wirklich sehr gut. Das gute Stück war relativ schnell genäht. Der Viskosejersey ist nur etwas „eigen“ und verrutscht gerne unter der Maschine. Beim Zuschneiden von Streifenstoff muss man immer sehr aufpassen, dass die Streifen bei Vorder- und Rückenteil gleich und gerade sind. Ich lege mir immer das erste, schon zugeschnittene Teil daneben, bevor ich das zweite Teil zuschneide und richte das Schnittmuster so aus, dass sie unten mit dem gleichen Streifen enden. Das Ärmelschnittmuster lege ich ebenfalls so auf den Stoff, dass die untere Kante genau mit einem Streifen abschließt. Wenn man dann beim Zusammenstecken auch genau Streifen auf Steifen steckt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Falls der Stoff zu sehr macht was er will, dann kann man ihn vor dem Zusammennähen mit der Hand oder Maschine mit großen Stichen heften.

Vielleicht habt ihr ja jetzt auch Lust bekommen Euch ein Streifenshirt zu nähen. Ich trage meins jedenfalls sehr gerne und veilleicht habe ich noch ein bisschen Gelegenheit dazu, wenn das Wetter noch so golden bleibt. 😉

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Puppenausstattung

Letztes Jahr stand ich in der Vorweihnachtszeit vor der großen Frage, was ich meiner Tochter auf den Gabentisch lege. Mit was macht Mama einer fast 2-jährigen kleinen Frau eine Freude, ohne dass sie den nächstbesten Spielzeugladen rennen muss und irgendetwas zu kaufen, was dann eh nach kurzer Zeit in einer der vielen Rumpelecken verschwindet und nicht wieder angeschaut wird?

Ich beschloss, meine alten Babypuppen vom Dachboden zu holen. Sie hatten natürlich noch die DDR-Strampler an, die ich schon als Baby getragen hatte, nebst einem handgestrickten Pullover aus dieser Zeit. Das war alles nicht nur verstaubt, sondern auch nicht mehr ganz zeitgemäß. (Obwohl ich es aus Nostalgiegründen trotzdem aufgehoben habe. 🙂 )  Also suchte ich im Internet nach Schnittmustern für Puppensachen und wurde auch fündig. Genug Stoffreste sind bei immer vorhanden, also konnte es gleich losgehen.20161124_210144Das Schnittmuster für den Puppenbody habe ich bei Schnabelina gefunden. Ich habe mich total gefreut, dass er so schön geworden ist, denn er war ganz schön frimmelig zu nähen.

20161126_134332Das Schnittmuster für die Hose habe ich bei Hummelhonig gefunden. Die war ganz fix gemacht und trotz dass alles so winzig ist, lies es sich gut nähen. 20161126_134557So sah die Puppe dann angezogen aus.20171018_140923

Sie hat dann auch noch einen Schlafsack und eine Weste erhalten. Das Schnittmuster vom Schlafsack war von Pattydoo, die Weste war eine Eigenkreation. Die Puppenwiege ist noch von meiner Mama. Das Bettzeug hatte mir meine Mama seinerzeit für die Puppen genäht, als ich klein war. Es ist also aus jeder Generation was dabei. 🙂 Meine Oma hat der Puppe noch kleine Söckchen gestrickt. 🙂

20161126_220437Damit war letztes Jahr der Weihnachtsgabentisch gut ausgestattet.

Nun gibt es da noch eine zweite, etwas großere Puppe. Die trägt jetzt die kleinen, selbstgenähten und inzwischen abgelegten Kleidchen meiner Tochter. Doch sie hatte bisher nur abgelegte, gekaufte Hosen an.  Da musste auch noch was Eigenes her.

Nun hatte ich das Glück, dass ich für meine Bloggerkollegin Andrea vom schoenesachen.blog ein Schnittmuster für eine Strampelhose testen durfte. So kam auch die zweite Puppe noch zu einer neuen Hose.

Die Hose hat Taschen und auf den Knien, und auf dem Po Herzchenapplikationen. Ganz niedlich. Die Puppenmama hat bei der Gelegenheit auch gleich noch eine neue Schlafanzughose nach diesem Schnitt bekommen (Allerdings ohne Taschen und Applikationen).

Bei Gelegenheit werde ich der großen Puppe auch noch einen  Body nähen. Der, den sie an hat, ist nämlich auch nur ein gekaufter. 😉